between light and darkness there goes a weak breath

Der Berliner Künstler Philipp Bünger hat soeben einen mehrmonatigen Artist-in-residence-Aufenthalt in Norwegen beendet und stellt neue Arbeiten aus.
Entstanden sind Weiterentwicklungen seiner Kugelschreiberzeichnungen nordischer Fauna, die im Vergleich zu älteren Arbeiten einem stärker konzeptuellen Ansatz folgen: Die Motive der Bilder sind nach wie vor einer weitestgehend “heilen” Welt entnommen, sind aber  stark in Fragmente zerlegt und verweisen nur noch bruchstückhaft auf eine intakte Welt. Im Fragment liegt in den Augen des Künstlers die Sehnsucht nach Vervollständigung und damit letzten Endes nach Bedeutung.
Unverkennbar ist auch die Herkunft als Architekt, folgen die Kompositionen einem strengen, fast schon architektonisch anmutenden Aufbau.
In den Bildern drücken sich gleichermaßen eine romantische Begeisterung für die nordische Naturwelt und gleichzeitig das Bedürfnis aus, diese zu kontrollieren. Auch hier ist die architektonische Vorbildung nicht zu übersehen.
Als photographische Ergänzung der Zeichnungen werden Bilder aus der “Geister”-Serie zu sehen sein, in denen vermeintlich geisterhafte, verschwommene Figuren in das natürliche setting gesetzt werden und dadurch den mysthischen Character der Landschaft unterstreichen.

Philipp Bünger hat nach seinem Studium der Architektur in verschiedenen Städten gearbeitet, u.a. Moskau, Rom und Berlin.

Seit 2012 widmet er sich full-time seiner künstlerischen Tätigkeit und hat seine Arbeiten zuletzt in Berlin und Bangkok gezeigt.

 

www.philippbuenger.de

Vernissage: 21.4.2017, 18 Uhr
Ausstellung: 22.4.–1.5.2017, 12–18 Uhr
bei erstererster
Pappelallee 69
10437 Berlin