Wunderblock No. 20 – Vollton

Über Farben, Klänge & Gesellschaft.
Zu Gast ist Prof. Henning Wagenbreth, Illustrator, Plakat- und Schriftgestalter

Zum zwanzigsten Wunderblock begrüßen wir den Berliner Illustrator, Plakat- und Schriftgestalter Henning Wagenbreth. Seinen prägnanten, im besten Sinne plakativen Stil, hat Wagenbreth in über zwanzig Jahren kontinuierlicher Arbeit, jenseits aller Trends, weiterentwickelt. Einflüsse des Expressionismus und der Pop Art fusioniert der Künstler, der seit 1994 Professor für Illustration an der Universität der Künste Berlin (UdK) ist, mit Versatzstücken des Comics zum ästhetischen Programm einer retrofuturistischen Moderne. Dabei spielt der Siebdruck als künstlerische Technik eine zentrale Rolle auch dann noch, wenn die Entwürfe gar nicht im Siebdruck produziert werden. Denn Henning Wagenbreths gestalterischer Kosmos entfaltet sich auf Papier und Bildschirm, verlässt bisweilen den zweidimensionalen Raum für Ausflüge in die Plastik und geht sogar in die darstellende Kunst über.

In einem Interview mit dem Jitter-Magazin erklärte Wagenbreth 2007, »Illustration an sich« sei »uninteressant«. Text und Kontext bilden bei ihm die Grundlage für die bildnerische Auseinandersetzung. Dabei greift er immer wieder gesellschaftliche Themen auf. So illustrierte er beispielsweise in dem Projekt Cry for Help! (2006) jene gut bekannten Spam-Mails, in denen die Absender um Hilfe bei Geld-Transaktionen in astronomischer Höhe bitten, und dem Unterstützer eine gute Belohnung in Aussicht stellen.

Aktuell sind seine Arbeiten in der Einzelausstellung Nachtzug Gare du Nord in der Pariser Galerie galerie arts factory zu sehen (27. April–29. Mai 2016).
Mit Prof. Henning Wagenbreth spricht Andreas Rauth.

  • Jitter’s Wunderblock No. 20
    Samstag, 30. April 2016 | 20 Uhr
    Galerie erstererster
    Papelallee 69
    10437 Berlin Prenzlauer Berg
  • Eintritt 3 EUR